Tanja Langer

Tanja Langer – Berliner Schriftstellerin, Regisseurin und Verlegerin

Tanja Langer © Barbara Schnabel

Tanja Langer © Barbara Schnabel

Tanja Langer ist „ […] eine aufregende und avancierte Autorin mit Gespür für politisch-gesellschaftliche Umbrüche, die sie immer auch aus privater Sicht zu spiegeln weiß.“ (literaturkritik.de)

1962 in Wiesbaden geboren, studierte Tanja Langer u. a. in Paris und lebt seit 1986 in Berlin. Sie führte Regie, bekam drei Töchter und verlegte sich aufs Schreiben.

Sie arbeitete für große Tageszeitungen, konzentriert sich seit 2002 aufs literarische Schreiben und veröffentlichte Erzählungen, ein Hörspiel und acht Romane, u. a. „Kleine Geschichte von der Frau, die nicht treu sein konnte“ (dtv), “Wir sehn uns wieder in der Ewigkeit – Die letzte Nacht von Henriette Vogel und Heinrich von Kleist“.

Sie verfasst Texte für KünstlerInnen und KomponistInnen, aktuell für das Projekt „Ovartaci“.  2008 wurde die Oper „Kleist“ aufgeführt, für die sie das Libretto schrieb, Musik: Rainer Rubbert. 2015 gründete sie den Bübül Verlag Berlin.

Zuletzt erschienen „Der Tag ist hell, ich schreibe dir“ (2012), „Der Himmel ist ein Taschenspieler“ (zusammen mit dem afghanisch-deutschen Autor David Majed) und „Der Maler Munch“ (2013) beim LangenMüller Verlag.

Zweisprachige Lesung am 9. November 2016

Im Rahmen der 3. Kiezlesereise trägt sie bei der polnisch-deutschen Autorenlesung am 9. November 2016 aus ihrem Roman “Singvogel, rückwärts” vor. Schriftstellerin Dorota Danielewicz übernahm die Übersetzung ins Polnische und wird ebenfalls daraus vorlesen.

Tanja Langer über sich als Autorin

„Ohne Lesen und ohne Schreiben bin ich nur halb. Ich glaube, ich versuche mir die Welt mit Worten zu erklären. Ich liebe ihre Klänge, die Assoziationen, die Wörter bilden, und das Gedächtnis, das in ihnen steckt, deshalb lese ich gern in Grimms Wörterbuch der deutschen Sprache. Ich mag den Akt des Schreibens, deshalb habe ich angefangen, Persisch zu lernen: Die Buchstaben machen mich glücklich, ebenso wie die  Vielsprachigkeit. Ich mag Geschichten, das Erzählen selber, und als große Themen habe ich außer Liebe und Kunst für mich die verschiedenen Facetten der Erinnerung entdeckt. Auf diesem Feld forsche ich nun.”